Kalkmoerasgebiet

Unmittelbar am NSG in Schalbruch wurde in den Niederlanden eine große künstliche Wasserfläche geschaffen. Umgeben von den Wiesen, Schilfgürteln und breiten Uferzonen wurde wieder ein Lebensraum geschaffen, den die Menschen in der Vergangenheit mit der Entwässerung zerstört haben.

„Feuchtgebiete sind von großer ökologischer Bedeutung, da sie für Wasser- und Watvögel als Rast- und Überwinterungsplatz dienen. Feuchtgebiete bedecken rund sechs Prozent der Erdoberfläche und erbringen 24 Prozent der Nettoprimärproduktion – sie sind also hochproduktive Ökosysteme. “ / https://de.wikipedia.org/wiki/Feuchtgebiet /

Im Winter konnte ich schon zahlreiche Wintergäste fotografieren, jetzt sind es viele Watvögel, die dieses Angebot angenommen haben.

Das Feuchtareal ist durch einen Zaun gut geschützt, so dass Aufnahmen nur aus großer Entfernung möglich sind.

Bisher konnte ich diese Vögel, deren Lebensraum Freuchtgebiete sind, im Bild festhalten: Kiebitz, Flussregenpfeifer, Bekassine, Uferschnepfe, Waldwasserläufer, Brandgans, dunkle Wasserläufer, Krick- und Löffelente, Uferschwalben und Kampfläufer.

Stand 18.4.2021

Eiländchen und Hohbruch

Rehe im zeitigen Frühjahr

Im Süsterseeler Wald ließen sich in den letzten Jahren immer Rehe beobachten. In den frühen Morgenstunden ästen Sie am östlichen Waldrand in Richtung Hastenrath. Ich vermute die derzeitigen Waldarbeiten haben die Tiere aus ihrer gewohnten Umgebung vertrieben. Zumindest sind sie früh nicht an ihren gewohnten Plätzen zu finden. Dagegen zeigt sich regelmäßig eine Gruppe von vier Tieren auf den Feldern zwischen der ehemaligen Transitstrasse und Hastenrath. Früh äsen sie in unmittelbarer Nähe der Strasse an einem kleinen Waldstück. Von der Straße aus sind sie sehr gut zu sehen. Die ständige Geräuschkulisse vorbeifahrenden Autos und ein paar Sträucher sollte ausreichend Deckung bieten. Das dachte ich zumindest am Sonntag, 28.3.2021 kurz nach Sonnenaufgang. Nachdem ich mich in der Böschung in einer Vertiefung positioniert hatte und das Objektiv ausgerichtet hatte, verschwanden sie urplötzlich von der Bildfläche. Dass sie mich gesehen habe, schließe ich aus. Eventuell war es der Wind der meinen Duft zu ihnen getragen hat oder das knacken brechender Äste beim Aufbau des Stativs. Ich weiß es nicht. Zumindest flüchteten sie auf die große Feldfläche zwischen Transitstrasse und Hastenrath. Hier gibt es keine Deckung, Also Null Chancen an die Tiere heran zu kommen. Nach einer Tour durch das Gangelter Bruch war ich neugierig, wo die Rehe jetzt stehen. Sie ästen gegen 10:30 Uhr mitten auf der riesigen Feldfläche. Kurzentschlossen näherte ich mich im Auto den Rehen und hielt mit ausreichend Abstand. Ein sehr starker böiger Wind trieb Gerüche und Geräusche an den Rehen vorbei, so dass ich sie eine Weile ungestört, hinter dem Auto versteckt, mit 800mm Brennweite fotografieren konnte. Es handelt sich um einen älteren Bock, der gerade seinen Bast verlor, einen jungen Bock und zwei weibliche Tiere. 

Die Bilder sind im Flicktalbum Selfkant zu sehen.

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Kiebitze im Selfkant

Dank der Bestandspflege gibt es im Selfkant noch etliche Kiebitze. Peter Hamacher schreibt dazu auf der Seite des Nabu Selfkant:

„Der Kiebitzbestand in NRW hat in den letzten Jahrzehnten dramatisch abgenommen. Es steht zu befürchten, dass der Kiebitz als Brutvogel bis 2030 ausstirbt, wenn nicht wirksame Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.

Die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Heinsberg (UNB) hat deswegen verschiedene Schutzprogramme aufgelegt, um den Rückgang dieses markanten Feldvogels zu stoppen. So werden hierfür interessierten Landwirten verschiedene Möglichkeiten eines Vertragnaturschutzes angeboten.

Eine rein praktische Schutzmaßnahme ist die Markierung der Nester schon vor der Bodenbearbeitung oder auch auf früh bestellten Feldern, um sie dadurch vor unnötiger Zerstörung durch Feldarbeiten zu bewahren. Diese Hilfe für den Kiebitz mit relativ einfachen Mitteln hat die UNB in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer in diesem Jahr erstmals initiiert.

Dem Kreis war nämlich durch meine seit 2014 durchgeführten Brutrevierkartierungen bekannt, dass gerade im Bereich Selfkant ein noch relativ stabiler Kiebitzbestand vorhanden ist. Zunächst wurde die Naturschutzstation Haus Wildenrath beauftragt, hier erstmals im größeren Umfang die Kiebitznester zu markieren. Über die Landwirtschaftskammer wurden dann alle Landwirte vor Ort ausführlich über das Vorhaben informiert.

Ab Mitte März haben dann Frau Linzen als hauptamtliche Mitarbeiterin der Naturschutzstation und ich als freiwilliger Vertreter des Nabus bis Ende Mai genau 50 Nester markiert. Durch die schon laufende Kartierung der Brutreviere wurde das Entdecken von brütenden Kiebitzen erleichtert. War ein Nest ausgemacht worden, wurde jeweils ein Kunststoffstab ca. 5 m vor und hinter einem Nest in den Boden gesteckt.“

Quelle:

Mit etwas Geduld lassen sich die Vögel aus dem Auto aus fotografieren. So werden Sie nicht gestört. Bilder bei Flickr:

Kiebitze

Bilder aus 2020